Patientenverfügung plus (ACP)

Voraussetzung

Urteilsfähig → jederzeit

Form

schriftlich; ausgefülltes, unterzeichnetes und datiertes Formular

Wirkung

erst bei Urteilsunfähigkeit; der Arzt hat das Vorhandensein auf der Versicherungskarte zu prüfen

Zweck

Weisung an das Behandlungsteam, Entlastung der Angehörigen

Erlöschen

Tod

Inhalt

1. Medizinische Massnahmen, die bei Urteilsunfähigkeit getroffen oder unterlassen werden sollten

2. Bezeichnung einer natürlichen Vertretungsperson, die mit dem Behandlungsteam die medizinischen Massnahmen besprechen und im Namen der verübenden Person entscheiden soll

3. Weitere mögliche Angaben: Seelsorge, Organspende, Essen, usw.

Bedeutung

gross, besonders für alleinstehende Personen

Widerruf / Änderungen

Jederzeit möglich, sofern urteilsfähig → regelmässige Überprüfung alle 2-3 Jahre

Aufbewahrung

bei der Vertrauensperson, beim Hausarzt (Kopie reicht)

• Hinweiskarte im Portmonee

• Vermerk auf der Versicherungskarte

Behörde (KESB)

Keine Mitwirkung, keine Validierung, keine Aufsicht, Einschreiten nur im Missbrauchsfall

Vertretung bei medizinischen Massnahmen (Art. 377-381 ZGB)

Vorgehen

1. Arzt/Ärztin plant Behandlung

2. Beizug und umfassende Aufklärung der vertretungsberechtigten Person

3. Einbezug der urteilsunfähigen Person

4. Entscheid der vertretungsberechtigten Person und Berücksichtigung des mutmasslichen Willens und der Interessen der urteilsunfähigen Person

Abschliessender Kreis von vertretungsberechtigten Personen (Kaskade)

Notfälle bleiben vorbehalten

Einschreiten der KESB → bei Fehlen einer vertretungsberechtigten Person oder wenn niemand das Vertretungsrecht ausüben will oder wenn unterschiedliche Auffassungen bestehen

Kompetent und unabhängig zu Ihrer Patientenverfügung

Nutzen Sie Ihr Recht auf Selbstbestimmung